Gedanken an mein Kind

Archiv für Juli, 2015

Aye

Normalerweise finden wir Babysprache generell doof und versuchen so oft wie möglich, mit dir in normalen, vollständigen Sätzen zu sprechen.

Allerdings schleichen sich doch immer wieder kleine Wörter ein, die vermutlich auf der ganzen Welt am Anfang der Sprachentwicklung stehen. Eines davon ist „ei“.

„Ei machen“ bedeutet jemanden zu streicheln oder ihm auf andere Weise seine Zuneigung zu zeigen. Du machst das besonders gerne bei den Katzen. Kaum erblickst du einen unserer Stubentiger stürmst du auf ihn los und sagst „ei“. Deine Hand ist schon erwartungsvoll ausgestreckt und manchmal schaffst du es sogar, eine Katze zu erwischen und dann wird geeit.

Typischerweise ist das ein nicht immer sanftes Patschen auf Katzenteile, die vom Hersteller nicht unbedingt dafür vorgesehen waren wie Nase, Pfoten oder Hinterteil. Deswegen enden deine Streichelversuche sehr häufig in der Flucht der Katze. Manchmal aber auch im Benutzen der felinen Verteidigungswerkzeuge (aka Krallen). Zum Glück treffen sie meist nur deine Hände und das auch nicht sehr toll.

Reicht aber, um blitzschnell vom Streichelmodus in den Schrei- und Tröstmodus zu wechseln. Obwohl das jetzt schon einige Male passiert ist, hindert dich das nicht daran, beim Anblick einer Katze umgehend wieder „ei“ zu rufen und die Hand auszustrecken.

Manchmal eist du auch deinen Bruder, doch der mag das Patschen auf seinem Kopf oder in seinem Gesicht nicht sonderlich und er protestiert dann häufig. Aber immerhin ohne Krallen 😉